Auf dem Weg zum Vierten Reich? Mauerfall und deutsche Einheit in internationaler Perzeption - Vortrag von Marc Dierikx

Ringvorlesung „Das Ende des Kalten Krieges“

Do, 21.11.2019, 18:15
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
Hörsaal 1072
10117 Berlin
Deutschland

 

Wir empfehlen den Eingang Universitätsstraße.

 

Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

„Sofort, unverzüglich“ – Am 9. November 1989 geschah das Unerwartete: Nach Monaten, in denen zehntausende Menschen geflohen waren, öffnete die Regierung der DDR die Grenzübergänge nach West-Berlin. Selbst gut informierte Diplomaten hatten dies nicht kommen sehen. Ihre ersten Reaktionen enthielten vor allem Bedenken und Warnungen vor einem "Schreckgespenst der Wiedervereinigung", das die Stabilität in Europa gefährden könnte. Befördert durch die Bundesregierung in Bonn, geriet jedoch zunehmend die deutsche Einheit in den Fokus der Entwicklungen. Das Tempo der Ereignisse stellte die diplomatischen Vertreter aller Nationen vor große Herausforderungen. Basierend auf einer neuen Edition, die erstmals Dokumente aus elf Staaten – darunter nicht nur der Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkriegs und der meisten Nachbarstaaten Deutschlands, sondern auch aus Kanada, Israel und der Türkei – zusammenführt, bietet Dr. Marc Dierikx einen packenden Blick von außen auf den Fall der Mauer und die deutsche Einheit.

 

Dr. Marc Dierikx ist Wissenschaftler am Huygens Institut der Königlichen Akademie der Künste und Wissenschaften in Amsterdam. Gemeinsam mit Sascha Zala gab er das Buch "When the Wall Came Down. The Perception of German Reunification in International Diplomatic Documents 1989-1990" (Bern 2019) heraus.

Die Ringvorlesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Humboldt-Universität zu Berlin und des Berliner Kollegs Kalter Krieg.

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